Fliesen + Malerarbeiten

Die Fliese ist noch immer die Standardwandverkleidung und auch der am weitesten verbreitete Bodenbelag in Feuchträumen. Auf Grund ihrer Festigkeit, Haltbarkeit und Unempfindlichkeit gegen vielerlei Materialien und Belastungen und wegen der hervorragenden hygienischen Eigenschaften wird sie sowohl im Boden-, als auch im Wandbereich eingesetzt. Es gibt sie als Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug, glasiert und unglasiert, Platten aus Naturstein, Glas und einer ganzen Reihe weiterer Materialen.

Fliesen werden hinsichtlich ihrer Strapazierbarkeit nach Abriebklassen eingeteilt. Klasse I ist für den Einsatz an als Wandbelag und im Bodenbereich bei leichter Beanspruchung, also im Barfuß- und Hausschuhbereich in Bädern und Schlafzimmern vorgesehen. Eine höhere Abriebklasse kann am Badboden verwendet werden.

Wichtig ist es im Bodenbereich des Bades auf die Rutschfestigkeit und Trittsicherheit zu achten. Dieses Kriterium sollte wichtiger sein, als Design oder Preis. Gerade im Zusammentreffen mit Feuchtigkeit und Nässe kann das Ganze sonst in einer bösen Rutschpartie enden.

Bewertungsgruppe A

  • für weitgehend trockene Barfußgänge


Bewertungsgruppe B

  • für weitgehend nasse Barfußgänge, für Beckenböden und für Planschbecken

Bewertungsgruppe C

  • für ins Wasser führende Treppen oder Schreitbecken.

Hier sollte der Rat des Fachmannes insbesondere auch bei geplanten größeren Saunaanlagen mit Tauchbecken und Ähnlichem eingeholt werden.

Vom Gesichtspunkt der Gestaltung gilt, die Fliesen sollten zum Stil und zur Keramik des Bades passen. Kleine Bäder gewinnen durch größere Fliesen optisch an Fläche und Raum.

Mittlerweile gibt es auch Fliesen in Holzoptik, aber auch Holz selbst kann bei fachgerechter Verarbeitung durchaus als Bodenbelag im Bad eingesetzt werden.

Auch im Bereich der Wandverkleidung haben sich mittlerweile speziell für Feuchträume geeignete Putzsysteme, Holzverschalungen und Wandbeschichtungen etabliert. Sind Fliesen allerdings unproblematisch trocken zu wischen und zu reinigen, kann das bei anderen Materialien schon etwas aufwendiger werden. Besonders reizvoll und raumvergrößernd wirkt oftmals auch großflächig verklebtes Spiegelglas. Meist ist es der gekonnt ausgewählte und arrangierte Materialmix, der dem neuen Bad sein besonderes Flair verleiht.

Insbesondere durch Rollputze und andere innovative Farb- und Anstreichmethoden können zusätzliche Effekte erzielt werden. Besonders im Trend liegen pastellfarben gestrichene Decken. Korrespondierende Tür- und Fensterlackierungen schaffen den Eindruck optischer Harmonie.

Da hier Hygiene, Schimmelschutz und Schutz der Bausubstanz an erster Stelle stehen, sollte in jedem Falle die Eignung der vorgesehenen Materialien für diesen speziellen Verwendungszweck gewährleistet sein.

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(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.Badsanierung.de

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