Elektroarbeiten

Als Mindestausstattung im Bad gelten drei Steckdosen und zwei Auslässe für Beleuchtungseinrichtungen. Wer realistisch seinen Bedarf hinterfragt, wird ganz sicher auf eine höhere Anzahl kommen.

Eine ausreichende Deckenbeleuchtung hat die grundsätzliche Ausleuchtung des Raumes so sicherzustellen, dass beispielsweise Reinigungs- und Pflegearbeiten ohne Schwierigkeiten erledigt werden können.

Wandleuchten dienen als Seiteninstallation am Spiegel der blend- und schattenfreien Ausleuchtung des Gesichts. Sie sollten an dieser Stelle möglichst immer eine Beleuchtung von oben ergänzen. Auch an anderen Stellen des Bades können sie die Nutzbarkeit des Raumes und seinen Komfort erheblich steigern, oder für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Gegebenenfalls sind hier auch in Spiegelschränke oder andere Möbel integrierte Leuchten anzuschließen.

Zusätzliche Spots können Flächen, Kunstwerke, Installationen im neuen Bad oder die raummittige Badewanne beispielsweise, besonders hervorheben.

Fast jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass man Steckdosen eigentlich nie genug haben kann. Die Technik entwickelt sich permanent weiter und mit ihr der Bedarf an elektrischem Anschluss: Haarschneider, Zahnbürsten, Massagegeräte, Rasierapparate, iPod-Stationen. Die Liste ließe sich noch ein ganzes Stück weiter fortsetzen. Gut dran auch hierbei derjenige, der seinen aktuellen Bedarf platzierungsrelevant präzise definiert und ein Stück weit in die Zukunft vorausdenkt.

Neu zu installierende Durchlauferhitzer und Kleinspeicher können zur Dezentralisierung der Warmwasserversorgung und damit zur Verkürzung der Zulaufwege beitragen. Das spart baulichen Aufwand, falls Leitungen erneuert werden müssen, und Energie.

Achtung bei Whirlpool, Dampfkabinen oder Sauna. Sie benötigen möglicherweise auch eine 380-Volt-Zuführung.

Gelten für Elektroarbeiten allgemein bereits strengste Vorschriften, so gibt es für das Bad wegen der erhöhten Gefahr des Feuchteschlages noch einmal zusätzlich verschärfte Vorschriften: Elektroarbeiten gehören in die Hand des Fachmanns, Leitungen und Verbraucher über Fehlerstrom-Schutzschalter ausreichend absichern, metallene Badewannen erden.

Das Bad ist in vier Bereiche eingeteilt:

Bereich 0

Das Innere von Bade- und Duschwanne

  • nur ausdrücklich zugelassene Leuchten mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt
  • keine Transformatoren
  • keine Steckdosen und Schalter
  • Schutzart IP X 7 (Schutz gegen zeitweiliges Eintauchen)


Bereich 1

Begrenzt durch die senkrechten Flächen um Badewannen oder Duschwannen, vom Fußboden bis auf eine Höhe von 225 cm sowie im Umkreis beweglicher Brauseköpfe

  • nur Leuchten mit Schutzkleinspannung
  • Schutzart IP X 4 (Schutz gegen allseitiges Sprühwasser)


Bereich 2

Verläuft 60 cm um den Bereich 1.

  • nur gegen Spritzwasser geschützte Leuchten
  • Schutzart IP X 4 (Spritzwasser)


Bereich 3

Verläuft 240 cm um den Bereich 2

  • ohne besondere Vorschriften

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(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.Badsanierung.de

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